25 Jahre

ELBE Decken


Gut entwickelt. Stark gebaut.

Wir feiern im Juni unser 25-jähriges Jubiläum. Seit 1996 sind wir mit unserer großen Auswahl an Spannbetondecken am Markt und haben das „Auf und Ab“ der Bau- und Immobilienwirtschaft miterlebt. Und wir freuen uns, dass wir als mittelständisches Unternehmen offenbar so robust und erfolgreich sind wie unsere Decken!

Die Zukunft des Bauens ist seriell

Unsere Spannbetondecken werden inzwischen bei fast allen Projektarten eingesetzt. Gleichzeitig wächst die Bedeutung des seriellen Bauens, sei es im Wohnungs-, Industrie- oder Geschossbau. Einen Ausblick in Zukunft und Vergangenheit geben unser Betriebsleiter, Dipl.-Ing. Lars Klötzer, und unser ehemaliger Vertriebschef, Dipl.-Kfm. Peter Kirchner im Gespräch über neue und alte Entwicklungen.

20

Fertigungsbahnen

40.000

Lagerfläche

300.000

Spannbetondecken pro Jahr

Sie haben beide das Unternehmen in verschiedenen Phasen erlebt. Herr Klötzer, wo steht ELBE heute – und wo wird es aus Ihrer Sicht hingehen mit dem Spannbetondecken-Markt?

Klötzer: ELBE Decken ist als mittelständisches Unternehmen mit 20 Fertigungsbahnen und rund 40.000 m² Lagerflächen das größte Produktionswerk für Spannbetondecken in Europa. Wir produzieren heute rund 300.000 m² Spannbetondecken pro Jahr und beliefern seit Mitte der 2000er Jahre auch in angrenzende Staaten. Ohne unsere engagierten Mitarbeiter, die stetig an der Optimierung von Qualität, Kundenservice und Produkten arbeiten, wäre das nicht möglich gewesen. Ich selbst bin Ende 2018 hinzugekommen und werde ELBE weiter in die Zukunft führen. Da Spannbetondecken eine Form des seriellen Bauens sind und sich die Branche zunehmend in Richtung industrielles und digitalisiertes Planen & Bauen verändert, befinden wir uns, denke ich, am Anfang einer neuen Phase.

ELBE Decken Produktion
ELBE Decken Produktion

Inwiefern?

Anders als andere Länder, in denen bis zu 70 % der Bauvorhaben mit Spannbetondecken realisiert werden – etwa in Holland, Polen oder Großbritannien – ist Deutschland noch immer ein Nischenmarkt. Exakt in diese Nische kommt zunehmend Dynamik. Nicht nur Industriebauten, auch hochwertige Wohnhäuser werden inzwischen seriell und modular errichtet. Dafür ist der GdW-Rahmenvertrag ein Beispiel, in dem variierbare, seriell konzipierte Mehrfamilienhäuser nach „Katalog“ angeboten werden. Im seriellen Elementbau, einer zentralen Form des modularen Bauens, eignen sich Spannbetondecken bestens als Basiskonstruktion. Diese Bauweise repräsentieren im GdW-Rahmenvertrag zum Beispiel Züblin oder Goldbeck, mit denen wir häufiger zusammenarbeiten. Unsere Decken sind darüber hinaus natürlich bei jeglicher Art Hochbauprojekt einsetzbar. Ein anderer Aspekt ist das Building Information Modeling, BIM, das dem seriellen Bauen sehr entgegen kommt.

Und was heißt das konkret für die Spannbetondecken?

Klötzer: Ich gehe davon aus, dass sich der Markt für Spannbeton-Hohlkörperdecken in den nächsten Jahren deutlich vergrößern wird. So wird zukünftig auch in der Bauwirtschaft die energie- und ressourcenschonende Bauweise eine immer größere werdende Rolle spielen, ebenso wie die CO²-Emmissionen.

Die Anfänge von ELBE Decken

Foto aus der Anfangszeit von ELBE

Herr Kirchner, Sie waren über viele Jahre Vertriebsleiter von ELBE Decken. Wie hat alles angefangen?

Kirchner: Die Anfänge liegen noch vor meiner Zeit, ungefähr 1994: Unser Firmenchef, der Bauunternehmer Ewald Endris und Inhaber der DEISEN-Gruppe aus Koblenz, hat damals nach Ostdeutschland expandiert. Nach dem Mauerfall gab es gerade im Baubereich einen enormen Bedarf. Hier schloss sich Herr Endris mit einem Spannbetondeckenhersteller aus Belgien zusammen, der ebenfalls im östlichen Teil der Republik einen neuen Standort aufbauen wollte. Der Partner ist allerdings ausgeschieden. Seitdem gehört ELBE Decken zu 100 % der Endris-Gruppe und hat sich schon sehr bald danach zu einem der Marktführer im Bereich Spannbetondecken entwickelt.

Warum der Name „ELBE“?

Kirchner: Das weiß keiner mehr so genau. Das Werk liegt hier sehr nahe an der Elbe – naheliegend sicherlich auch für die Namensgebung. Beim Hochwasser 2002 ist sie wohl auch tatsächlich fast bis ans Werk herangekommen. Zum Glück ist nichts passiert. Sie sehen also, es gibt durchaus eine beidseitige Beziehung zwischen Werk und Fluss …

Der Standort auf dem Gelände eines stillgelegten Kohlekraftwerks – ein hoher Backsteinbau aus den 30er Jahren – ist recht beeindruckend. Auf der anderen Seite sieht man stapelweise Spannbetondecken …

Kirchner: Ja, das war das Kraftwerk Vockerode, unser Industriestandort hat Geschichte. Als der Betrieb 1996 startete, gab es auf unserer Seite neben der Produktionshalle 1 nur ein paar Baucontainer. Darin waren, bis der Bürobau noch im selben Jahr fertig wurde, die Planungsabteilung  und die Verwaltung untergebracht. Kurze Zeit später entstand neben der ersten Halle auch schon das ELBE-Werk 2.

Wie hat sich das Werk weiterentwickelt?

Kirchner: Angefangen hat alles mit nur ca. 4-5 Deckenstärken und vielen kleinen Projekten. Aber spätestens ab den 2000er Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt auf Industrie- und Gewerbebau und danach haben wir an fast allen Gebäudetypen mitgewirkt, von der Büro- und Hotelimmobilie bis zum Wohnungs- und Sozialbau. Zu den Bürogebäuden zählt übrigens auch der Sitz von Sauerbruch Hutton in Berlin.

Sauerbruch Hutton Bürogebäude
Stapelweise Spannbetondecken auf dem Werksgelände von ELBE, direkt vor dem stillgelegten Kohlekraftwerk Vockerode – einem beeindruckenden Backsteinbau aus den 30er Jahren

Was war für Sie das beeindruckendste Projekt?

Kirchner: Das war 2008 ein Einkaufszentrum in Krakau mit 145.000 m² Spannbetondecken. Ein Riesenvorhaben, alles machbar, aber es hat damals sogar unsere Auftraggeber überfordert. Die auf den Punkt gelieferten Decken konnten zunächst bauseitig nicht abgenommen werden, sodass 60 exakt getaktete LKW mit den ELBE-Decken auf der Autobahn Schlange standen … Aber am Ende ist alles gut ausgegangen, das Projekt war ein voller Erfolg – für uns und für den Kunden.

Klötzer: Für mich ist es die Papierfabrik in Spremberg mit immerhin 31.500 m² BGF und einer Deckenfläche von 21.000 m², vor kurzem erfolgreich fertiggestellt.

Kirchner: Die ELBE-Klimadecken für das Exhibition-Center von Audi in Berlin-Adlershof fällt mir dazu noch ein – und die hochwertigen, modernen Bürogebäude, die wir damit realisiert haben. Es ist immer toll, das eigene Produkt über die gekühlte Raumluft erleben zu können.

Einkaufszentrum in Krakau mit 145.000 m² Spannbetondecken
Papierfabrik in Spremberg, Deckenfläche ist verlegt
ELBE-Klimadecke für den Exhibition-Center von Audi in Berlin-Adlershof

Welche Neuentwicklungen hat ELBE Decken herausgebracht?

Kirchner: Etwa gleichzeitig mit der zunehmenden Ausrichtung auf größere Bauvorhaben sind wir verstärkt in die Entwicklung eingestiegen und haben einen jungen Top-Statiker eingestellt, unseren Herrn Münzberg, der leider 2020 verstorben ist. Er war ein genialer Statiker und hat 2005 als erstes unsere Massivdecke entwickelt, daraus später die 50er Jumbodecke – für extreme Lasten und Spannweiten bis zu 18 Metern – und zuletzt die 40-KM-Decke für schlanke Profile bei hoher Tragkraft. Für unsere eigenen Produkte entwickelt unsere Distribution dann außerdem noch die passenden Hebemittel, um eine perfekte Anwendung auf der Baustelle sicherzustellen.

Welche Herausforderungen sind künftig zu meistern?

Klötzer: Für die Zukunft steht an, dass wir die Digitalisierung sämtlicher Abläufe vorantreiben und die Produkteigenschaften unserer Spannbetondecken weiterentwickeln. Auch den Kundenservice werden wir stetig ausbauen und durch neue digitale Angebote verbessern, unsere Online-Bemessung war hier ein wichtiger Schritt. Und unser neuer Newsletter, den wir 2020 gestartet haben, wird über Neuheiten und allgemeine Fachthemen informieren. Melden Sie sich hier gerne an!

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